
Ambitioniertes Abpflastern
Wie eine Großstadt gemeinschaftlich Böden entsiegelt
Weniger Beton, mehr Natur: Das muss überall das Ziel sein. Nur so können wir uns dem Klimawandel anpassen und ihn bremsen. Dafür bauen wir idealerweise gleich schlau, mit minimaler Versiegelung der Böden, wie wir es in unseren Kleiner Wohnen Quartieren tun. Ist eine Fläche aber erstmal mit Gebäuden, Pflastersteinen oder Asphalt luft- und wasserdicht abgedeckt, hilft nur noch eines: Aufbrechen.
In stark versiegelten Arealen – wie Städten – ist das eine Herausforderung. Hamburg macht mit einem Aufruf zum „Abflastern“ jetzt zum zweiten Mal vor, wie die städtische Entsiegelung gemeinschaftlich vorangetrieben werden kann. Bis zum 31. Oktober läuft der Wettbewerb. Er zeichnet diejenigen aus, die die größte zusammenhängende Fläche entsiegeln und den Stadtteil, der insgesamt am meisten Boden von Grau in Grün verwandelt.1 Das Ergebnis ist nicht nur mehr Grün und Lebensqualität, sondern vor allem ein Beitrag zu Klimaschutz und Artenvielfalt.
Beim Abpflastern werden Asphalt, Betonplatten oder Pflastersteine entfernt und mit Erde, Rasen, Stauden oder Sträuchern ersetzt. So kann Regenwasser wieder im Boden versickern und es entstehen neue Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere.1 Vergangenes Jahr hat Hamburg 5.430 Quadratmeter entsiegelt.2
Auch unter Gebäuden können wir in Städten den natürlichen Boden atmen lassen und gleichzeitig das Beton-Stadtbild auflockern: Indem wir zum Beispiel Modulhäuser aufstellen und den Platz clever, nachhaltig und flexibel nutzen.
Quellenangaben:
1 Tagesschau.de: Abpflastern: Hamburg ruft zum Entsiegeln und Begrünen auf: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hamburg/abpflastern-hamburg-ruft-zum-entsiegeln-und-begruenen-auf,abpflastern-112.html(abgerufen am 27.03.2026)
2 NDR.de: „Abpflastern“ Hier wurde in Hamburg die meisten Flächen entsiegelt: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/abpflastern-wo-die-meisten-flaechen-in-hamburg-entsiegelt-wurden,abpflastern-108.html(abgerufen am 27.03.2026)
