
Bewegender Bambus
Wie ein Ingenieur den Rollstuhl nachhaltig neu erfindet
Wenn unbezahlbare Importprodukte dank lokaler, genialer Alternativen unnötig werden: Der äthiopische Ingenieur Abel Hailegiorgis erfindet Mobilität nachhaltig neu und verändert das Leben gehbehinderter Menschen. Er baut Rollstühle aus Bambus1 – und die sind alles andere als hohl.
In der Werkstatt des Start-ups Bamboo Labs entstehen Rollstühle fast komplett aus lokalen Materialien. Bambus gibt es in Äthiopien zuhauf. Sisal, Leder und sogar viele Metallteile kommen ebenfalls direkt aus dem Land. Das macht die Modelle sehr viel günstiger, die Menschen beweglicher und den Markt unabhängiger.1 Dieses Beispiel zeigt, wie nah nachhaltiger Wandel mit kleinen, klugen Ideen sein kann.
In Äthiopien leben etwa 1,5 Millionen gehbehinderte Menschen. Die meisten können sich keinen importierten Rollstuhl leisten. Für Hailegiorgis war klar: Die Lösung muss vor Ort ins Rollen kommen. Bambus eignet sich perfekt – er ist leicht, stabil, wächst in großen Mengen nach und ist deutlich nachhaltiger als viele andere Rohstoffe. Die Rollstühle werden für umgerechnet 80 bis 140 Euro an NGOs verkauft und an Bedürftige verteilt.1
Quellenangaben:
1 geo.de: Er baut, was fehlt: Dieser Ingenieur fertigt Rollstühle aus Bambus: https://www.geo.de/wissen/er-baut--was-fehlt--dieser-mann-fertigt-rollstuehle-fuer-aethiopien-37271498.html(abgerufen am 19.05.2026)
