Faszinierende Fenster

Wie Tiere unsere Technik beeinflussen

Tintenfische sind wahre Tarnkünstler – und genau das macht sich ein Forschungsteam aus Toronto zunutze: Drei hauchdünne Schichten, inspiriert von der Struktur der Tintenfischhaut, könnten unsere Fenster revolutionieren. Das Ziel: Licht reinlassen, Hitze draußen halten – und dabei ganz ohne Rollos oder stromfressende Klimaanlagen auskommen.1

Das System funktioniert wie eine smarte Sonnenbrille fürs Haus: Drei Flüssigkeiten zirkulieren durch winzige Kanäle in den Schichten – eine dimmt das Licht, eine streut es gleichmäßig, die dritte schluckt infrarote Wärmestrahlung. Gesteuert wird das Ganze über Sensoren und Minipumpen, die kaum Strom verbrauchen – etwa 1–5 Watt pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Klimaanlagen brauchen das Zehnfache.2

Bis zu 43 % Energie lassen sich damit sparen, sagen die Entwickler – ein echtes Argument in Zeiten steigender Temperaturen und Energiekosten. Und: Die Technik funktioniert auch als Nachrüstfolie auf bestehenden Fenstern.3

Ob die Fenster bald in Serie gehen, hängt auch von der Baubranche ab – die ist eher träge. Doch mit Prototypen in 2 m Höhe ist der Beweis schon mal erbracht: Tintenfisch trifft Technologie – und das ganz ohne Tinte.


Quellenangaben:

1 Goodimpact.eu: Smarte Sonnenbrille à la Tintenfisch: https://goodimpact.eu/gute-ideen/energiesparende-fenster-nach-tintenfisch-prinzip
(abgerufen am 14.07.2025)

2 Ebd.

3 Ebd.