
Ozean-Obhut
Wie mehr Schutz in die Meere fließt
Ein kleiner Erfolg im sicheren Hafen: Die Weltmeere haben die Zehn-Prozent-Hürde geknackt. Laut Uno-Umweltprogramm (UNEP) sind nun 10,01 Prozent der Ozeane als Schutzzonen markiert1, die sie vor Überfischung und anderer Ausbeutung bewahren sollen. Das ist erfreulich, unbedingt notwendig – und erst ein kleiner, ziemlich verspäteter Etappensieg auf langer Strecke.
Denn wir müssen uns bewusst machen: Der Zustand der gigantischen Oasen der Artenvielfalt ist untrennbar mit der menschlichen Gesundheit verknüpft. In den größten Teilen davon, den internationalen, offenen Gewässern, herrscht rechtlich gesehen noch „der Wilde Westen“. Das Sorgenkind ist also unsere Hochsee, von der gerade einmal 1,6 Prozent geschützt sind.1,2
Was heißt geschützt? Auf dem Papier ist die Sache klar. Die Umsetzung? Bisher unkontrolliert – es fehlen Patrouillen, also eine organisierte Überprüfung. Genau diese Riesenlücke soll der seit zwei Jahrzehnten verhandelte Uno-Hochseevertrag endlich schließen. Mit einem verbindlichen Regelwerk für eine nachhaltige Verwaltung des Lebens in der Tiefsee.2
Ehrgeiz muss sein: Zehn Prozent sollten es eigentlich schon 2020 sein. 30 Prozent will die Weltgemeinschaft bis 2030 schützen.1,2 Wir hissen mutig die Vertrauenssegel für ein Rennen, das es in sich hat. Und darüber entscheidet, wie stabil unser globales Ökosystem in Zukunft sein wird.
Quellenangaben:
1 Spiegel.de: Ein Zehntel der Ozeane steht nun unter Schutz: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/uno-ein-zehntel-der-ozeane-steht-nun-unter-schutz-a-01942d17-ee91-42c3-9a10-4518411cd135(abgerufen am 14.04.2026)
2 Zeit.de: Ein Zehntel der Weltmeere steht unter Schutz: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2026-04/meer-schutz-zehn-prozent-flaeche-unep(abgerufen am 14.04.2026)
