Sagenhaftes Schwätzbänkle

Wie die Stadt Freiburg gegen Einsamkeit vorgeht

In Freiburg laden sogenannte Schwätzbänkle dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und Einsamkeit zu überwinden. Wer sich auf eine solche Bank setzt, signalisiert Offenheit für eine Begegnung – egal ob für einen kurzen Austausch, eine kleine Geschichte oder einfach ein freundliches Gespräch. Die Initiative soll dazu beitragen, dass sich Menschen verschiedener Generationen begegnen – vom Studierenden bis zur Seniorin.1

Die Idee stammt ursprünglich aus Großbritannien. Dort wurden Parkbänke mit der Aufschrift „Happy Chat Benches“ versehen, um spontane Gespräche zu fördern. Seit Juni 2024 stehen Schwätzbänkle auch in Freiburg – verteilt über Parks, vor Seniorenheimen oder in Stadtteiltreffs. Einige Bänke wurden neu aufgestellt, andere im Rahmen von Bürgeraktionen umbenannt. Eine interaktive Online-Karte zeigt bereits über 20 Standorte, und weitere sollen folgen.2

Vom 19. bis 23. Mai findet in Freiburg die „Woche der Schwätzbänkle“ statt. Geplant sind Lesepicknicks, Erzählcafés, Bewegungsangebote und Spontankonzerte direkt an den Bänken. Ehrenamtliche begleiten die Aktionen, die Aufmerksamkeit schaffen und zum Mitmachen einladen sollen.3

Die Stadt Freiburg ruft außerdem zum Engagement auf: Wer besondere Begegnungen erlebt hat, kann diese zurückmelden. Stadtteilvereine suchen zudem Freiwillige, die Treffen organisieren oder beschädigte Bänke melden. Jede neue Bank sei ein kleines Gemeinschaftsprojekt, das neue Kontakte und Netzwerke ermöglicht – ein Zeichen gegen Einsamkeit und für mehr Miteinander im öffentlichen Raum.4

Eine tolle Initiative, wie wir finden!


Quellenangaben:

1 SWR.de: Freiburger Schwätzbänkle als Maßnahme gegen Einsamkeit: https://www.swr.de/home/exit-einsamkeit/artikel-schwaetzbaenkle-freiburg-100.html 
(abgerufen am 04.06.2025)

2 Ebd.

3 Ebd.

4 Ebd.