Schaurige Schottergärten

Wie Kommunen für mehr Grün sorgen 

Schottergärten – von manchen fälschlich als „pflegeleicht“ gefeiert, von Umweltfreund:innen längst als Gärten des Grauens entlarvt. Der Kreis Euskirchen in NRW hat nun die Nase voll von grauem Kies und Plastikfolie im Vorgarten – und zeigt, wie man Klimaschutz, Biodiversität und schöne Gärten in einem Aufwasch angehen kann.

Anstatt mit Vorschriften oder Bußgeldern zu drohen, setzt der Landkreis auf Motivation: Wer seinen Schottergarten in eine grüne Oase verwandeln will, bekommt alles bezahlt – von der Planung über die Beratung bis zur Umsetzung durch Gärtner:innen. Möglich macht’s ein EU-Fördertopf für Klimaanpassung.1

Die versiegelten Schottergärten verschärfen nicht nur die Hitze in Wohngebieten, sondern behindern auch die Versickerung von Regenwasser – ein echtes Problem bei Starkregen und Flutgefahr. Statt Betonwüste soll nun mehr Grün her, das kühlt, Wasser speichert und Lebensraum schafft.2

Mit heimischen Pflanzen kommen nicht nur Farbe und Duft zurück in den Vorgarten – auch Schmetterlinge, Bienen und Vögel finden wieder Futter und Unterschlupf. Schon ein kleines Beet kann helfen, betont der mitwirkende Gärtner Heiko Hanisch: „Ein paar Quadratmeter voller Kies sind einfach tot.“3

Während manche Bundesländer Schottergärten bereits verboten haben, geht Euskirchen noch einen Schritt weiter – und motiviert mit echter Unterstützung statt Strafandrohung. Ein Modell, das gerne Schule machen darf.
Denn Klima retten fängt direkt vor der Haustür an – und sieht mit Stauden, Blüten und Bienen auch noch verdammt gut aus.


Quellenangaben:

1 Watson.de: Klimaschutz: Kreis übernimmt Kosten um Schottergärten umzugestalten: https://www.watson.de/nachhaltigkeit/good-news/178522603-klimaschutz-kreis-uebernimmt-kosten-um-schottergaerten-umzugestalten 
(abgerufen am 20.05.2025)

2 Ebd.

3 Ebd.