Schmiegsame Solaranlagen

Wie unsere Infrastruktur zu einem einzigen Kraftwerk wird

Flexibel, unsichtbar, überall: Die Solarzellen von morgen passen sich in Form und Farbe an ihre Einsatzorte an.1 Dank energiegeladener Forschung – unter anderem am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg – verschmelzen PV-Anlagen zukünftig nahezu unsichtbar mit unserer Infrastruktur. Tschüss, starre, schwere Platten! 

Das heißt konkret: Ein Auto tankt Sonnenenergie künftig direkt über das Dach, die Motorhaube oder die Fensterscheiben – mit einer unsichtbar im Autolack oder in den Fenstern versteckten PV-Anlage und einer speziellen Folienbeschichtung. Ein Zwei-Quadratmeter-Solarmodul auf einem Autodach könnte so in einem Jahr Energie für mehr als 2.000 Kilometer Reichweite sammeln! Auch LKWs, Schiffe und Flugzeuge werden auf diese Weise zu Energieerzeugern. Möglich macht das die Perowskit-Technologie, die einen enormen Sprung in der Effizienz, Integration und Kostensenkung von Solaranlagen bedeutet. Die Zellen sind dreidimensional formbar und verschmelzen mit ihren Einsatzorten.1

Ein anderes Verfahren, bei dem Solarzellen in Streifen geschnitten und leitfähig verklebt werden, macht großflächige Fassaden, Lärmschutzwände, Dächer und andere Bauten in Zukunft zu Lichtkraftwerken – ohne optische Einschränkungen. Die Solarflächen fügen sich in die Farbgebung ein und können frei gestaltet werden.1

Die Zukunft der Solarenergie liegt nahtlos integriert in unserem Alltag. Was wir dazu noch benötigen? Zum Beispiel Lösungen dafür, wie Kraftfahrzeuge während des Fahrens geladen werden können.1 


Quellenangaben:

1 swr.de: Katha Jansen: Solaranlagen der Zukunft: Auf Autodächern und in Fenstern:
https://www.swr.de/leben/verbraucher/pv-anlagen-der-zukunft-100.html  (abgerufen am 09.06.2026)