Winzige Wiederaufbereiter

Wie Elektroschrott biologisch recycelt werden kann

Die Wiederaufbereitung elektronischer Abfälle ist bisher sehr aufwendig. Um wertvolle Metalle wie Gold und Silber herauszulösen, müssen viel Chemie und Energie eingesetzt werden.1 Noch. Denn diese kleinen Superhelden könnten das bald revolutionieren: Bakterien.

Forschende der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) arbeiten an einer Methode, Elektroschrott mit Mikroorganismen zu recyceln. Anstelle von Chemie lösen Bakterien also Metalle wie Kupfer, Gold und Silber aus elektronischen Abfällen, ernähren sich quasi davon. Das biotechnologische Verfahren stammt ursprünglich aus dem Bergbau und wird Biomining genannt.2 Die effizienten Helferlein benötigen keine hohen Temperaturen, können mehrfach eingesetzt werden und verbrauchen sogar CO2 während ihrer Arbeit.1 Das schont Ressourcen und trägt gleichzeitig zum Klimaschutz bei – der Gewinn für die Kreislaufwirtschaft wäre also wirklich „oho“.

Damit der Prozess bald auch schon wirtschaftlich wertschöpfend genutzt werden kann, ist schon eine Demonstrationsanlage für das biologische Leiterplattenrecycling in der Entwicklung.1


Quellenangaben:

1 b-tu.de: Bio-Bergbau aus der Lausitz: BTU entwickelt Recyclingverfahren mit Bakterien und CO₂: https://www.b-tu.de/news/artikel/30584-bio-bergbau-aus-der-lausitz-btu-entwickelt-recyclingverfahren-mit-bakterien-und-co2(abgerufen am 08.04.2026)

2 rbb24:.de Forscher recyclen Elektronikschrott mit Hilfe von Bakterien: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2026/01/btu-cottbus-senftenberg-recycling-bakterien-metall.html(abgerufen am 08.04.2026)